Mozillas undurchsichtiges Finanzgebaren
Ganz unberechtigt ist die aufkeimende Kritik an der Mozilla Foundation und deren eigener Firma der Mozilla Corporation nicht. Vor Tagen kamen Gerüchte auf, wonach im letzten Jahr 72 Millionen Dollar in die Kassen der Mozilla Corp. geflossen sind. Das Geld stammt aus einem mit Google im Jahr 2004 geschlossenen Abkommen, wonach Google für jeden Zugriff bezahlt, wenn dieser aus der Suchleiste des Mozilla-Browsers stammt. In einer Stellungnahme von Chris Blizzard aus dem Vorstand der Firma wird die genannte Summe zwar bestritten, es wird aber eingestanden, dass sie nicht sehr weit von den tatsächlichen Umsätzen entfernt ist.
Einerseits darf die Foundation als Non-Profit-Organisation keine Gewinne erwirtschaften, andererseits soll der vorhandene Gewinn der Foundation ermöglichen, ihre Produkte zu verbessern. Bei einem Open-Source-Projekt, bei dem ein erheblicher Teil der Developer nicht bei der Mozilla Corporation angestellt sind dürfte dies allerdings nur schwer zu bewerkstelligen sein. Vielleicht sollte man dort einfach aufhören Spendenaufrufe zu starten, solange man seine Einkünfte nicht offenlegt.
Bitte kommentieren Sie