AGB Im Internet

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sind auf vielen Portalen fehlerhaft dargestellt. Es ist unzulässig, die Vereinbarung allgemeiner Geschäftsbedingen dadurch zu fingieren, dass man lediglich durch Anclicken eines Kästchens bestätigt, die AGB gelesen zu haben. Korrekt gestaltet ist die Internetseite dann, wenn der Verbraucher den gesamten Text der AGB herunter “scrollen” muss, um dann das Häkchen unter die Erklärung “gelesen und einverstanden” setzen zu können.

Einige Unternehmen sind deswegen bereits von Dritten auf Unterlassung in Anspruch genommen worden und der Verein für lauteren Wettbewerb mahnt deswegen seit April alle Unternehmen ab, in deren Internet-Auftritt sich entsprechende Fehler finden.

Beschluss des Landgerichtes Hamburg
Geschäfts-Nr. 315 O 137/06

(via RiZBiZ)

Pimp my IT

Microsoft und Hewlett-Packard haben einen Wettbewerb um die schlechteste IT-Infrastruktur Deutschlands ausgerufen. Als Gewinn winkt Microsoft-Software und Hardware von HP im Wert von 20 000 Euro. Als weitere Preise winken Server, Beamer und Bandlaufwerke. Ein Microsoft-Partner soll die Integration in dem Unternehmen so einfach und perfekt wie möglich gestalten.

Unter den Teilnahmebedingungen ist u.a. aufgeführt:
Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Unternehmen. Ausgenommen werden Mitarbeiter von Microsoft und Hewlett Packard einschließlich ihrer verbundenen Unternehmen und deren Angehörige sowie Microsoft und Hewlett Packard Partner.

Sollten die in den Teilnahmebedingungen ausgenommen Gruppen Chancen auf den Sieg haben?

Jeder mag darüber seine eigene Meinung haben, ich ordne es der Kategorie “völlig überflüssig” zu.

Mozillas undurchsichtiges Finanzgebaren

Ganz unberechtigt ist die aufkeimende Kritik an der Mozilla Foundation und deren eigener Firma der Mozilla Corporation nicht. Vor Tagen kamen Gerüchte auf, wonach im letzten Jahr 72 Millionen Dollar in die Kassen der Mozilla Corp. geflossen sind. Das Geld stammt aus einem mit Google im Jahr 2004 geschlossenen Abkommen, wonach Google für jeden Zugriff bezahlt, wenn dieser aus der Suchleiste des Mozilla-Browsers stammt. In einer Stellungnahme von Chris Blizzard aus dem Vorstand der Firma wird die genannte Summe zwar bestritten, es wird aber eingestanden, dass sie nicht sehr weit von den tatsächlichen Umsätzen entfernt ist.

Einerseits darf die Foundation als Non-Profit-Organisation keine Gewinne erwirtschaften, andererseits soll der vorhandene Gewinn der Foundation ermöglichen, ihre Produkte zu verbessern. Bei einem Open-Source-Projekt, bei dem ein erheblicher Teil der Developer nicht bei der Mozilla Corporation angestellt sind dürfte dies allerdings nur schwer zu bewerkstelligen sein. Vielleicht sollte man dort einfach aufhören Spendenaufrufe zu starten, solange man seine Einkünfte nicht offenlegt.

Big Blue nimmt den Mittelstand ins Visier

IBM will seine Beratungsleistungen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ausweiten, um Umsatzrückgänge im Consulting-Geschäft bei Großunternehmen zu kompensieren.

Zum Pauschalpreis von rund 65.000 US-Dollar soll mit rund 100 Kernfragen die IT-Infrastruktur analysiert und Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Pauschale Angebote bei Großunternehmen liegen zwischen 150.000 und 200.000 US-Dollar, dafür werden bis zu 700 Fragen bearbeitet.

Mir war bisher gar nicht bewußt, daß sich die IT Strukturen von Großunternehmen und Mittelständlern derart signifikant unterscheiden.

(via Heise)

Nationaler IT-Gipfel

Bei der Eröffnung der 20. Computermesse CeBIT in Hannover hat Angela Merkel einen “nationalen IT- Gipfel” angekündigt. Dieser soll die deutsche Innovationskraft stärken und als “Zukunftswerkstatt” verstanden werden.
Bei dem Verständnis unterstelle ich mal, dass unsere “nationale IT” massiv mit dem Telekommunikationssektor zu tun haben muss, mein Verständnis von IT wiederspricht nämlich genau dem nationalen Gedanken.